Bischofsvisitation am Technischen Gymnasium Telfs: Aus verlorenen Händen wird Hoffnung
Dort stellten die Schüler der Klasse 9T die Gedenkstätte „Verlorene Hände“ vor. Das fächerübergreifende Projekt erinnert an zwölf NS-Euthanasie-Opfer aus Telfs und mahnt, die Würde jedes Menschen zu achten und Ausgrenzung entschieden entgegenzutreten.
Anschließend ging es in die mechanische Werkstatt des Technischen Gymnasiums. Dort warteten DI Anton Mederle, die Klasse 6T und Prof. Waldhart mit einer besonderen Idee: Aus den ausgeschnittenen Stahlhänden, die bei der Entstehung des Mahnmals übrig geblieben waren und zunächst wie Abfall wirkten, sollte gemeinsam eine neue Skulptur entstehen.
Unter fachkundiger Anleitung griff Bischof Hermann selbst zum Schweißgerät und verband die Hände zu einem Kunstwerk, das für Menschlichkeit, Barmherzigkeit und Hoffnung steht. Die sichtbaren Wundmale erinnern an das Leid der Opfer des Nationalsozialismus, zugleich symbolisieren die Hände die Möglichkeit, aus Verletzlichkeit Stärke und aus Erinnerung Verantwortung erwachsen zu lassen.
Das gemeinsame Schweißen wurde zu einem besonderen Höhepunkt der Visitation. Die fertige Skulptur soll den Bischof als Geschenk ins Bischofshaus begleiten – als Zeichen dafür, dass wir mit unseren eigenen Händen Erinnerung bewahren, Menschlichkeit gestalten und Hoffnung wachsen lassen können.