Exkursion "Mauthausen – Hartheim"

Früh am Morgen machten sich die SchülerInnen der Maturaklassen auf den Weg nach Mauthausen. Bei der Führung durch die Gedänkstätte wurde Wert auf Aufklärung und Mitarbeit, etwa durch Interpretation von Bildquellen, gelegt. Den SchülerInnen wurde das gesamte Areal gezeigt, inklusive den Baracken, Gaskammern und Gedenkräumen. Gegen Abend wurde das Hotel im Zentrum von Linz aufgesucht, wobei die Abendgestaltung den SchülerInnen frei überlasssen wurde.

Am nächsten Tag stand der Gedenkort Schloss Hartheim am Programm. Die Führung umfasste sowohl Informationen zur Geschichte des Schlosses in der NS-Zeit, als auch weitere gesellschaftlich relevante Themen wie Inklusion und Eugenik.
Die vielen entstandenen Eindrücke lassen sich schwer zusammenfassen. Jedoch war die Exkursion sowohl beeindruckend als auch bedrückend. Was heraussteht, ist die Wichtigkeit von Aufklärung über das Geschehene. Schließlich verlassen uns die letzten lebenden Zeitzeugen bald, und es liegt in der Verantwortung der jungen Generation, aufzuklären. Antifaschistisches Handeln und Denken bewahrt unsere Gesellschaft vor Grausamkeiten wie damals.
Ein herzliches Dankeschön an unsere BegleiterInnen Gabriele Resch, Roland Cervenka, Aykut Gelengec und Georg Schärmer zu den Gedenkstätten.

Felix Maurer 9t

Symbole
Vorstellung und Menschlichkeit
Yvonne Kapeller
Symbol
Alina Peer

Mauthausen und Hartheim

Ich stand inmitten des Platzes und sah. Die gleichen Baracken, der gleiche Duschraum, das gleiche Krematorium, der gleiche Seziertisch, wie sie damals schon die Häftlinge sahen, doch ich sah nicht das gleiche.

Durch das Ticken der Uhren, den Gang der Jahreszeiten und dem Fangenspiel zwischen Sonne und Mond veränderten sich die Orte. Es verschwanden die trüben, blassen Gesichter der Opfer, der Rauch der Schornsteine, und es verschwanden die Männer in Uniform. Nach ihnen kamen Tafeln, Blumen und Menschen. So kam auch ich. Und mit mir kam noch viel mehr. Es kam Erkenntnis, Wissen, Lernen und das höchste Gut - die Erinnerung und das Gedenken.

Und ich hoffe, dass auch wenn ich nicht dort weilen kann, diese Sachen dort auf ewig weilen und wie Blumen in einem Garten gehegt und genährt werden. So sollen auch andere wie ich inmitten eines Platzes stehen und sehen.

Luis Öfner 8a