Naturwissenschaftliche Projekttage in der 7a und 8a
Von der Theorie zur Praxis: Goldrute und Springkraut unter der Lupe
Zum Auftakt lieferte der Experte Ass.-Prof. Mag. Dr. Konrad Pagitz in einem Vortrag den nötigen Theorie-Input und beleuchtete die aktuelle Situation in Tirol.
Anschließend ging es für die Schüler:innen ins Gelände, wo sie die invasive Kanadische Goldrute und das ebenfalls invasive Drüsige Springkraut sammelten. Das gesammelte Material wurde im Labor zu einem Sud extrahiert – dem Hauptakteur eines spannenden Experiments mit Kressesamen.
Allelopathie nachgewiesen!
Das Ziel: Der Nachweis der Allelopathie – der chemischen Beeinflussung von Pflanzen untereinander. Parallel dazu stellten die Klassen ein Dünger-Vorprodukt her.
Die Auswertung: Diese bestätigte, dass die Wurzeln der untersuchten Neophyten (Drüsiges Springkraut und Kanadische Goldrute) allelochemische Substanzen freisetzen. Diese hemmen das Wachstum der Testpflanze Kresse (Lepidium sativum) signifikant. Das Drüsige Springkraut zeigte dabei eine stärkere allelochemische Wirkung als die Kanadische Goldrute, was den negativen Einfluss dieser Arten auf die einheimische Flora unterstreicht.
Fazit: Einblicke in Forschung, Naturschutz und angewandte Chemie, die den Schüler:innen gezeigt haben, wie spannend Naturwissenschaften sein können!